Tag der Arbeit: 785 Millionen Menschen kämpfen um ihre Arbeitsrechte

Am 1. Mai feiern wir nicht nur arbeitende Menschen weltweit, wir fordern auch barrierefreie Arbeitsplätze und eine inklusive Wirtschaft für Menschen mit Behinderungen.
Fünf Männer und eine Frau, einige davon mit Behinderungen, stehen nebeneinander und lächeln in die Kamera. Einige tragen ein T-Shirt der Initiative "Make 12,4% Work", die sich für Menschen mit Behinderungen am Arbeitsplatz starkmacht.

"Als Menschen mit Behinderungen sind wir KundInnen, KollegInnen und Vorstandsmitglieder. Wir wollen lernen und unseren Lebensunterhalt selbst verdienen, doch so viele Barrieren stellen sich uns in den Weg! Das ist wirtschaftlich genauso wenig sinnvoll, wie es moralisch vertretbar ist! Mein Rat für den 1. Mai: Lassen Sie sich dieses Potenzial nicht entgehen", appelliert Ambrose Murangira, Inklusionsberater von Licht für die Welt aus Uganda.


Inklusionsexperte Ambrose setzt sich für Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt in Uganda ein (c) Erika Bojarczuk

Rund um den Globus leben mehr als 785 Millionen Menschen mit Behinderungen, die im erwerbsfähigen Alter sind, doch 64% von ihnen sind arbeitslos. Sie werden beim Zugang zu Arbeitsplätzen, Geschäftsmöglichkeiten und Lebensgrundlagen diskriminiert. 

Gründe für diese Ungerechtigkeit? Negative Einstellungen, mangelnde Barrierefreiheit, fehlende Bildungs- und Berufsausbildungsmöglichkeiten, fehlende persönliche Assistenz und Anpassungen am Arbeitsplatz, um nur einige zu nennen.

Licht für die Welt schafft nachhaltige Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen. Gemeinsam mit unseren Partnern setzen wir uns auch für vollständig inklusive und soziale Sicherungssysteme ein, um Menschen, darunter auch Kinder und ältere Menschen mit Behinderungen, in Zeiten der Not zu unterstützen.

Inklusion darf in Unternehmen kein ungelebtes Konzept bleiben – wir sorgen dafür!

Aufklärung, Netzwerke und menschenwürdige Arbeitsmöglichkeiten sind der Schlüssel, das ungenutzte Potenzial von 785 Millionen Menschen anzuzapfen und ihnen eine selbstständige Zukunft zu ermöglichen. 

Gemeinsam mit unseren Partnern machen wir in Bangladesch inklusive Berufsausbildungen möglich, vernetzen KleinstunternehmerInnen mit Behinderungen mit Unternehmen in Kenia und schaffen menschenwürdige Arbeitsmöglichkeiten, unter anderem in der Kaffee-Wertschöpfungskette in Nepal.

In Mosambik haben wir uns mit dem Ausbildungsinstitut Young Africa zusammengetan und behindertengerechte Berufsausbildungsgänge geschaffen.

In Uganda eröffnet unser Vorzeigeprogramm "Make 12.4% Work" Beschäftigungs- und Geschäftsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen und verbindet ausgebildete InklusionsexpertInnen mit Unternehmen, die ein inklusives Arbeitsumfeld aufbauen wollen.

Feiern wir diese Erfolgsgeschichten und all die kreativen Changemaker, die durch ihre Arbeit zeigen, dass Arbeitsrechte tatsächlich auch Rechte von Menschen mit Behinderung sind.