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Das System macht krank: Die Gesundheit von Menschen mit Behinderungen könnte viel besser sein

02.12.2022
Peole are waiting at a health clinic

Licht für die Welt begrüßt den WHO Bericht über Gerechtigkeit in der Gesundheitsversorgung für Menschen mit Behinderungen  

Mehr als 15 Prozent der Weltbevölkerung leben mit einer Behinderung. Diese mehr als eine Milliarde Menschen sind kränker, als sie sein müssten: Systematische Diskriminierungen verhindern, dass Menschen mit Behinderungen ihre bestmögliche Gesundheit erleben. „Alle Menschen haben das Recht auf Gesundheit. Aber wir sehen, dass mehrfache Diskriminierungen Menschen mit Behinderungen krank machen. Das müssen wir ändern“, fordert Julia Moser, Geschäftsführerin von Licht für die Welt Österreich, angesichts des am 2. Dezember 2022 veröffentlichten WHO Berichtes über Gesundheitsgerechtigkeit für Menschen mit Behinderungen.

Systematische Diskriminierungen

Systematische Diskriminierungen sind etwa Gesundheitspersonal, das nicht ausreichend geschult ist, fehlende technische Hilfsmittel oder Armut, die Fahrtkosten unleistbar machen.

Schlechte Gesundheit hindert Menschen am Ausüben ihrer fundamentalen Rechte. Wer krank ist, versäumt Bildung, kann nicht arbeiten oder sich politisch engagieren. Schlechte Gesundheitsversorgung führt im Extremfall zu höherer Sterblichkeit: Frauen mit Behinderungen haben eine doppelt so hohe Müttersterblichkeitsrate als Frauen ohne Behinderungen.

Expertise von Licht für die Welt

Licht für die Welt hat gemeinsam mit der internationalen Behindertenbewegung die Weltgesundheitsorganisation beim Erarbeiten des WHO zu Gesundheitsgerechtigkeit von Menschen mit Behinderungen beraten. Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen am 3.Dezember wird der Bericht veröffentlicht.

Menschrechte als Fundament

Erfreulicherweise wird Behinderung nicht mehr rein durch die medizinische Brille betrachtet. Es geht um einen menschenrechtsbasierten Ansatz, konkret den chancengerechten Zugang zu Gesundheitssystemen für alle. Systematische Diskriminierungen werden im Bericht identifiziert und Empfehlungen ausgesprochen, diese erfolgreich zu beseitigen.

Weitere Informationen:

Kontakt:

Natalie Plhak
Pressesprecherin Licht für die Welt
+ 43 664 546 82 41
n.plhak@light-for-the-world.org