Weltweit größter Gipfel zu Rechten von Menschen mit Behinderungen in der internationalen Zusammenarbeit am 2. und 3. April in Berlin
„Inklusion muss in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, der humanitären Hilfe und der globalen Gesundheitsagenda zentrales Element sein. Dazu gehört auch die ausreichende Finanzierung“, betont Katri Bertram, internationale Direktorin für Impact und Advocacy von Licht für die Welt, anlässlich der Eröffnung des Global Disability Summits in Berlin. Weltweit lebt etwa 1 von 6 Menschen mit einer Behinderung, damit ist Behinderung kein Randthema. Ziel des Gipfels ist es, Entwicklungszusammenarbeit (EZA) und humanitäre Hilfe für alle Menschen zugänglich zu machen und niemanden wegen einer Behinderung auszuschließen.
Selbstverpflichtungen
Wesentlicher Bestandteil des Gipfels sind Verpflichtungen, so genannte Commitments, die Staaten und Organisationen abgeben, um Inklusion in der EZA und humanitären Hilfe wahrzumachen. Licht für die Welt verpflichtet sich:
- 500.000 junge Männer und Frauen in sieben afrikanischen Ländern in menschenwürdige Arbeit zu bringen,
- Mit zumindest 25 Selbstvertretungsorganisationen, wie lokalen Blindenverbänden, sicherzustellen, dass humanitäre Hilfe in Äthiopien, Burkina Faso, Mosambik und dem Südsudan inklusiv und barrierefrei ist,
- Zumindest eine öffentliche Bildungseinrichtung in einem Partnerland von Licht für die Welt dabei zu unterstützen, ihre Bildungsangebote inklusiv zu gestalten.
Österreich bleibt säumig
Licht für die Welt begrüßt die erstmalige Teilnahme Österreichs an dem regelmäßig stattfinden Großereignis und fordert die Republik auf, sich trotz bevorstehender Sparmaßnahmen engagiert und mutig zu Inklusion zu bekennen. „Inklusion muss auf der globalen Agenda bleiben“, mahnt Bertram. Auch Österreich spiele hier eine wichtige Rolle.
Österreich soll durch verbindliche Commitments sicherstellen, dass Menschen mit Behinderungen von EZA und humanitärer Hilfe nicht weiter ausgeschlossen werden. In Übereinstimmung mit der UN-Behindertenrechtskonvention sollen alle Aktivitäten barrierefrei gestaltet sein.
Zudem ermutigt Licht für die Welt zu einer stärkeren Kooperation mit Organisationen der Selbstvertretung von Menschen mit Behinderungen, wie lokalen Blinden- oder Gehörlosenverbänden, in der Programmentwicklung. Österreich ist von diesen Zielen derzeit weit entfernt.
Weitere Informationen:
Am Global Disability Summit 2025 treffen sich am 2. und 3. April Aktivist*innen, Expert*innen und einflussreiche Staatenvertreter*innen in Berlin, der weltweit größten Veranstaltung zum Thema Behindertenrechte in der internationalen Zusammenarbeit.
Der Gipfel fordert die Regierungen weltweit auf, die Inklusion der 1,3 Milliarden Menschen mit Behinderungen – 1 von 6 der Weltbevölkerung, umzusetzen und die Amman-Berlin Erklärung zu unterzeichnen.
Alle Licht für die Welt Commitments finden sich hier.
Kontakt:
Natalie Plhak
Pressesprecherin Licht für die Welt
+ 43 664 546 82 41
n.plhak@light-for-the-world.org